Vorsorge-Tests in Altenpflegeheimen sind lebenswichtig!

 

Österreich tut es, das Saarland tut es, der Landkreis Bautzen tut es – sogar auf eigene Rechnung: Alle Mitarbeitenden und Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen werden vorsorglich auf das Coronavirus getestet, um unbemerkte Ausbrüche mit ihren fatalen und in vielen Fällen tödlichen Konsequenzen zu verhindern. Sie alle setzen die dringliche Empfehlung des Robert-Koch-Instituts um, regelmäßige Tests unabhängig von Symptomen bei Bewohnerinnen und Mitarbeitenden in Altenpflegeheimen durchzuführen und zu bezahlen. Doch der Freistaat Sachsen weigert sich.

Altenpflegeheime sind Hochrisikoeinrichtungen. Und mit vorsorglichen regelmäßigen Tests werden unbemerkte Ausbrüche deutlich schneller entdeckt. Deshalb hat das Robert-Koch-Institut diese Empfehlung auch ausgesprochen“, sagt Dietrich Bauer, Chef der Diakonie Sachsen. „Die Ansteckungsgefahr ist schon dadurch stark erhöht, dass sich die Mitarbeitenden selbst nicht in Quarantäne befinden und trotz aller Vorsicht im Alltag das Virus unbemerkt in die Einrichtung eintragen können, gerade, wenn sie selbst symptomlos bleiben. Davor fürchtet sich jeder Mitarbeitende. Aus Gesprächen wissen wir, wie verunsichert, ja auch wütend Mitarbeitende deswegen sind. Und wenn jetzt durch die nötige schrittweise Öffnung für die Angehörigen das Infektionsrisiko wieder steigt, wird eine regelmäßige, vorsorgliche Testung um so dringlicher!“

Es sei vollkommen unverständlich, dass angesichts jetzt ausreichend vorhandener Testkapazitäten ausgerechnet bei den besonders schutzbedürftigen Menschen gespart werde. Bauer appelliert daher dringend an die Landespolitik, für die Pflegeeinrichtungen in Sachsen ausreichend Testkapazitäten zur Verfügung zu stellen.

Bauer abschließend: „Es wäre im Übrigen auch ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und ein Zeichen der berechtigten Sorge um die Gesundheit der Mitarbeitenden in der Altenpflege!“

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